19. SeptemberSeit längerem zeigen die Panels recht übereinstimmend Hochdruckeinfluss über Westeuropa in der vor uns liegenden Woche: Ein umfangreicher Höhenrücken wölbt sich von den Kanaren in Nordostrichtung bis nach Skandinavien. Östlich schnürt sich ein Trog zu Beginn der Woche ab und liegt dann als eigenständiges Tief über Belarus und der Ukraine, um sich unter langsamer Bewegung Richtung Polen allmählich aufzufüllen. Zwischen diesen beiden markanten Drucksystemen gerät vor allem der Osten Deutschlands in den Bereich feucht-kühler Luftmassen, die über die noch warme Nordsee Wasserdampf aufnehmen können und vor allem in den östlichen Bundesländern für wolkenreiches Wetter sorgen werden. Göttingen liegt vermutlich im Überangsbereich zu trockenem und nach Westen hin immer wärmeren Spätsommerwetter.Nach jetzigem Stand erwartet uns - nach einem letzten Frontdurchgang am Sonntag - ab Montag eine Woche mit einem ruhigem Mix aus Sonne und Wolkenfeldern bei sehr verhaltenen Temperaturen unter 20°C. 15. SeptemberDie letzten zwei Septemberwochen neigen statistisch am stärksten im Jahr zu beständigem ruhigen Wetter. Die Singularität ist allgemein bekannt als Altweibersommer. Wie bestellt baut sich nach übereinstimmenden Berechnungen der großen Wettermodelle vermutlich ab Sonntag über Mitteleuropa ein Hochdruckgebiet auf. Über den Schwerpunkt sind sich die Modelle uneinig, so dass die Position der Achse eines Trogvorstoßes über dem Baltikum und die Luftmassenverteilung noch als Unsicherheiten in der Prognose bestehen bleiben.Bis es soweit ist, müssen wir uns mit den Ausläufern eines Tiefs bei den Hebriden begnügen, die neben viel Wolken und deutlich kühlerer Luft als zu Wochenbeginn auch etwas Regen im Gepäck haben. Auch dieser Niederschlag wird nicht reichen, um den noch immer sommerlich trockenen Boden in Tiefen jenseits der 10 cm zu durchdringen.
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