30. JuliDer ostatlantische Trog, der auf seiner Vorderseite bis Donnerstag heiße Luft aus Südwesten zu uns gelenkt hat, zieht sich nach Skandinavien zurück. Damit zonalisiert sich die großräumige Strömung, allerdings nicht in glatter Ost-West-Richtung, sondern leicht nach Nordosten "gekippt". Die mediterrane Hochdruckbrücke erstreckt sich nun von den Kanaren, der Iberischen Halbinsel, Südfrankreich und den Alpenraum bis zur Ukraine. Nördlich davon strafft sich die Höhenströmung bereits über Deutschland kräftig, während am Boden der Druckgradient gering bleibt. In der Folge stellt sich bei uns eine typisch mitteleuropäische Hochsommerphase ein mit einem Sonne-Wolken-Mix, einzelnen Schauern auf zwar deutlich niedrigerem, mit Tageswerten von 25-30°C aber noch überdurchschnittlichem Temperaturniveau.26. JuliDie Großwetterlage stellt sich um: Lag in den letzten Wochen ein Hoch bei den Britischen Inseln und ein Tief über Südskandinavien und dem Baltikum, dreht sich die Lage nun um. Der Trogvorstoß über dem Nordatlantik hinterlässt in den kommenden Tagen ein eigenständiges Tief irgendwo zwischen Island und den Britischen Inseln, das große Teile Mittel- und Westeuropas unter eine südwestliche Höhenströmung bringt. Mit ihr gelangen zunehmend wärmere, später auch heiße Luftmassen bis nach Deutschland. Das GFS-Ensemble zeigt für Ende der Woche im 850 hPa-Niveau ein Mittel von 22°C mit Spitzenwerten bis 25°C, was bei ungehinderter Sonneneinstrahlung Bodenwerten von 35°C bis nahe 40°C entspricht. Im Gegensatz zu den Panels von Freitag gehen die Simulationen nun aber von einem baldigen Rückgang der Temperaturen auf hochsommerliche, aber nicht mehr extreme Temperaturen von 30 für die darauffolgende Zeit aus.Die hohen Temperaturen werden im Vergleich zur letzten Hitzewelle die Natur in hohem Maß belasten, da die Böden mittlerweile bis 50 cm Tiefe nahezu ausgetrocknet sind. Das führt zu starkem Hitzestress bei den Pflanzen, da die Verdunstung über die Blätter nicht mehr durch die Wasseraufnahme über die Wurzeln kompensiert werden kann. Dies kann zu einem vorzeitigen Welken der Blätter führen. Im Gegensatz zum herbstlichen Blattwurf ziehen die Pflanzen bei diesem Schutzmechanismus nicht mehr die Nährstoffe aus dem absterbenden Blattwerk, so dass die mehrjährigen Pflanzen geschwächt in die neue Saison gehen.
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