Das kräftige Hochdruckgebiet über der Nordsee hat sich am Dienstag mit einem nahezu wolkenlosen Tag nach Nordosteuropa verabschiedet und macht nun den Weg frei für atlantische Sturmtiefs, die mit ihren Fronten zunehmend auf das Wetter in Mitteleuropa Einfluss nehmen. Am Mittwoch gibt die neue Wetterlage zunächst mit einem Regengebiet ihren Einstand, das zu einem sich auflösenden Teiltief über der Nordsee gehört. Schon jetzt lohnt sich ein Blick in Richtung Island: Hier sind die Bedingungen zur Zeit gut für eine kräftige Zyklogenese. Das sich formierende Sturmtief liegt bereits am Freitag über den Britischen Inseln und wird bei uns zum Wochenende den Wind spürbar auffrischen lassen. Nach einer Regenpause am Donnerstag und Freitag werden uns die Fronten dieses Tiefs zum Wochenende weiteren Regen bringen. Wie fast immer gehen die Niederschlagsprognosen für diesen Zeithorizont weit auseinander: Nach den Läufen des GFS könnten am Sonntag die Mengen im ergiebigen Bereich (mehr als 10 mm) liegen.
12. Oktober
Eine antizyklonale Großwetterlage bestimmt die Witterung in den kommenden 8-10 Tagen. Wie in der Analyse vom 12. Oktober (s. unten) bereits angedeutet, ist störungsfreier "goldener Herbst" nicht immer die Folge: Nach bis zum Freitag steigender Chance auf Sonnenschein streift uns am Wochenende ein Höhentief, das vor allem in Südwestdeutschland und im Alpenraum teils ergiebige Niederschläge bringen könnte. Für Göttingen zeigen die Prognosen je nach Modell zwischen kaum messbaren und 5 Millimeter Regen. Ab Montag geraten wir am südlichen Rand eines sich über der Nordsee aufwölbenden kräftigen Höhenrückens in eine östliche Strömung. Wie meist bei dieser Wetterlage im Herbst liegen Tage mit (Hoch-) Nebel bei feucht-kühlen Temperaturen und warmer Sonnenschein dicht beeinander.