11. MaiAm Montag entstand im Vorfeld der Kaltfront eines Tiefs mit Kern über Skandinavien ein schmales aber kräftiges Niederschlagsgebiet, das in seiner Intensität noch am Sonntag von keiner Prognose der großen Wetterinstitute erfasst wurde. Innerhalb von 12 Stunden fielen an der WSG 31 mm Regen, was recht genau der Hälfte der für den Monat üblichen Menge entspricht. Könnte man dieses Wasser vom gesamten Stadtgebiet Göttingen sammeln, ergäbe sich eine Menge von etwa 3,6 Milliarden Litern, ausreichend, um die knapp 130.000 Einwohner der Stadt etwa ein halbes Jahr mit Wasser zu versorgen.Der Vergleich bleibt theoretisch, da Hardegsen am südlichen Rand des Niederschlaggebiets lag und in Göttingen in der gleichen Zeit 12 mm, in Friedland nur 4 mm Regen gefallen sind. Die Simulationen zeigen für die kommenden Tage eine Fortdauer des kühlen Rückseitenwetters mit hochreichender Kaltluft. Dabei liegen die 850 hPa-Werte (entspricht einer Höhe von 1500 Metern) mit -5°C um etwa 10 K unter den Mittelwerten der zweiten Maidekade. Zusammen mit der zur Mittagszeit fast 60° über dem Horizon stehenden Sommersonne sind die Bedingungen für Schauer recht günstig. In den Hochlagen des Harzes sind Schneeflocken dabei. Die Panels zeigen eine gleichmäßige, aber nur sehr langsame Erwärmung. Nach dem heutigen Lauf sollen die Temperaturwerte erst am 20. Mai wieder im Normalbereich liegen. 7. MaiNach einigen sehr trüben und regenreichen Tagen zeigen die Läufe der großen Wetterinstitute recht übereinstimmend eine anhaltend unbeständige Phase für weite Teile Nord-, Mittel und Westeuropas. Ausgenommen ist eine vorderseitige Wetterberuhigung zum Wochenende mit recht angenehmen Temperaturen. In der kommenden Woche liegen die Läufe dicht beieinander und simulieren eine ausgesprochen kühle Großwetterlage mit 850-hPa Werten um oder wenig über dem Gefrierpunkt, also etwa 5 K unterhalb des für die Jahreszeit üblichen Niveaus. Ab Montag deutet sich also wolkenreiches Regenwetter an mit Tageshöchstwerten vermutlich unter 15°C.
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