01. SeptemberDer meteorologische Sommer ist gestern zu Ende gegangen und wie bei den ersten beiden Monaten bilanziert der August kurz gesagt zu warm, zu sonnig und zu trocken. Anders als beim wärmsten Sommer seit der WSG-Messreihe 2003 lagen die Mitteltemperaturen während aller drei Monate dieses zweitwärmsten Sommers bei konstant 19°C. Ein großes Thema in diesem Sommer war die Trockenheit. Auch wenn es bei uns in der Region Südniedersachsen keine großen Flächenbrände gab, hat die Natur stark gelitten. Ein Blick auf die Regenbilanz im August (84 % des langjährigen Mittel) macht den Blick zwischen die Zeilen nötig: Um die tatsächliche Bilanz des Wasserhaushalts zu erfassen, müssen wir die Solarstrahlung, den Wind und die Temperatur als Parameter der Verdunstung mit denen der gefallenen Regenmenge vergleichen. Um den Wasserhaushalt dieses Augusts auszugleichen, wären mehr als 100 mm Regen notwendig gewesen, für alle drei Sommermonate sogar 330 mm. Dem stehen 140 mm Regen gegenüber. Ein weiteres Problem ist die zeitliche Verteilung: Regenfälle unter 5 mm dringen kaum durch die Baumkronen, so dass der Waldboden trocken bleibt. Die Eindringtiefe im offenen Gelände bleibt bei wenigen Zentimetern, die meist noch am gleichen Tag wieder verdunsten.Die Großwetterlage bleibt in den kommenden Tagen straff zonal. Dabei bleibt es im Norden deutlich kühler, wolkiger und regenerischer als in Süddeutschland. In Göttingen reicht es für überwiegend trockenes, mäßig warmes und wolkenreiches Wetter mit etwas Sonne. 23. AugustDie Huricane / Taifun-Saison hat begonnen. In dieser Woche sind drei tropische Stürme auf den Modellen zu sehen: Einer über dem mittleren Pazifik, der sich ohne Landkontakt auflösen wird. Ein weiterer kreist derzeit über dem westlichen Pazifik und trifft vermutlich am Donnerstag auf Taiwan. Der dritte ist erst als tropische Depression vor der Küste Guineas zu sehen. Mit viel Unsicherheit bei der Zugbahn und Entwicklung sieht ihn das GFS auf einer halbkreisförmigen Bahn ohne Landkontakt über den Atlantik ziehen, während das europäische Modell das Potential geringer einschätzt und keine Sturmentwicklung prognostiziert.Wie letzte Woche schon von den Modellen simuliert, hat sich über dem östlichen Atlantik ein langgestrecktes dipolartiges Tief gebildet. Es wird sich vermutlich von der Polarfront abkapseln und als eigenständiges Tief einige Tage über der Biskaya kreisen, bevor es dann Kurs auf Südskandinavien nimmt. Für uns bedeutet das eine Vorderseitenlage, mit der sehr warme Luft nach Mitteleuropa gelangt. Bis Donnerstag könnten die Tageswerte auch bei uns auf knapp 30°C steigen. Bereits am Mittwoch gelangen wir von Westen her in den Hebungsbereich des sich Europa annähernden Tiefs, so dass die Schauerwahrscheinlichkeit steigt.
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