02. FebruarDer Januar verabschiedet sich mit einer negativen Temperaturbilanz von 1,3 K unter dem langjährigen Mittel von 1960 bis 1990. Seit 2011 gab es nur einen Januar (2017) mit einem Wärmedefizit. Ursache war eine sehr stabile Großwetterlage mit einem blockierenden Skandinavienhoch. Die von Nordosten eindringende Kaltuft hat sich am Boden den überweigenden Teil des Monats über Göttingen gehalten. Die Grenzwetterlage führte zudem zu anhaltenden Niederschlägen in einer Linie quer über Deutschland, so dass im südlichen Niedersachsen mehr als 60 mm (127 %) fielen.Das stabile Hoch über Nordeuropa hält zwei Tiefs östlich und westlich nahezu ortsfest. Während das westliche zu teils unwetterartigem Regen in Portugal und Teilen Spaniens führte, bescherte das östliche einem riesigen Gebiet von Kiew bis ins ferne Sibirien eine Schneedecke zwischen 40 und 80 cm. Bei uns geht das Auf und Ab weiter: Am Dienstagabend sollen laut GFS ein paar Zentimeter Neuschnee dazukommen, die am Mittwoch mit etwas Sonnenunterstützung wieder abschmelzen könnten. 01. FebruarDie Großwetterlage ändert sich weiter kaum. Die einzige Dynamik über Mitteleuropa entsteht durch den Verlauf der Linie, die trocken-kalte Luft über dem Nordosten (Uckermünde -10°C) von milder Atlantikluft im Westen (Aachen +6°C) trennt. Für uns lokal entscheidet diese Dynamik über Tau- oder Frostwetter. Von Freitag bis Sonntag sickerte etwas midlere Luft bis nach Südniedersachsen vor und sorgte für positive Temperaturwerte am Tag. Seit Sonntagabend kommt die Kalluft wieder ein Stück nach Westen voran und drückt das Thermometer wieder leicht unter den Gefrierpunkt.Im Grunde geht es so weiter: Die Grenzlinie bleibt quer über Deutschland liegen. Der insgesamt winterliche Charakter bleibt bis Donnerstag erhalten und damit auch die Schneedecke in Göttingen.
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