06. FebruarDurch das blockierende Skandinavienhoch ziehen die Tiefdruckgebiete zur Zeit auf einer südlichen Bahn um Mitteleuropa herum. Zwischen einem Randtief über dem westlichen Algerien und dem nach Süden verschobenen, normalerweise über den Azoren liegenden Hoch, entstand an einer dichten Drängung der Isobaren über Marokko ein Sturmfeld, unter dem es im hohen Atlas sehr ungemütlich wurde. Bei Windböen bis Orkanstärke regente es, auf den Berggipfeln fiel der Niederschlag als Schnee.Auch bei uns machen sich Auswirkungen der ungewöhnlich stabilen Großwetterlage bemerkbar: Der anhaltenden Ostwind über Südskandinavien, dem Baltikum und Norddeuschland drückt das Wasser aus der Ostsee über den Großen Belt in die Nordsee. Teilweise liegen die Wasserstände bis zu 25 cm unter dem Normalwert. Mittlerweile kommt Dynamik in das Wettergeschehen: Das lange blockierende Hoch über Skandinavien wandert nach Osten. An seiner Stelle stößt ein kräftiger Trog über Nordeuropa Richtung Jütland vor. Mit der gleichzeitigen Annäherung atlantischer Tiefs dreht die Strömung bei uns auf Südwest. Die mildere Luft kann sich zunächst am Boden nur zögerlich durchsetzen, so dass es bei ähnlichen Werten wie am Freitag und damit leichtem Tauwetter bleibt. Neuen Schwung simulieren die Läufe des GFS für Mitte kommender Woche. Sollten sich die Prognosen bestätigen, werden dann ab Mittwoch deutlichere Pluswerte und Regen den Altschnee abschmelzen lassen. 05. FebruarIm Ruhrgebiet und in einem Streifen vom Oberrhein bis nach Oberbayern schien die Sonne einige Stunden lang, im übrigen Land war der Tag eine trübe Angelegenheit. Auch der Alpenbogen und die Poebene konnten einen sonnigen Tag verbuchen. Von den Britischen Inseln bis nach Südfrankreich zeigte sich das Wetter ausgesprochen ungemütlich und verbreitet gab es ergiebigen Regen.Die Großwetterlage ändert sich kaum, auch wenn sich die mildere Luft ein wenig nach Nordosten ausbreiten konnte und unter anderem in Berlin für Eisregen sorgte, da die bodennahe Kaltluftschicht nicht abgeräumt wurde. Der Freitag bringt leichte Pluswerte, wird aber erneut von frostigen Nächten eingerahmt. Wie schon seit Wochen bleibt die Luftmassengrenze in Reichweite. So gehen die Panels momentan von zwei Tagen leichtem Tauwetter zum Wochenende aus, stellen aber in der Nacht zum Montag erneut Frost in Aussicht.
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