Der Hochsommer macht eine Pause. Über dem östlichen Atlantik hat sich eine omegaförmige Höhenstömung etabliert: Ein Hoch zwischen den Azoren und den Britischen Inseln wird von zwei Tiefs flankiert, einem über Neufundland, einem über Skandinavien. An der östlichen Seite gelangt Mitteleuropa in eine nordwestliche Höhenströmung, mit der zunächst ein Höhentief zum Baltikum gelenkt wird, später ein Trog über Skandinavien nach Südosten vorstäßt. Die Hauptzielrichtung ist erneut das Baltikum, so dass Göttingen im Übergangsbereich in kühler und wolkenreicher Luft bleibt. Die Schauerneigung bleibt gering, der Niederschlag in den Tagessummen vermutlich unter einem Millimeter.
17. Juli
Die lange bestehende Großwetterlagenkonstellation mit hohem Luftdruck über den Britischen Inseln und tiefem über dem Baltikum verschiebt sich nun nach Westen: Damit kommt Mitteleuropa zunehmend in den Bereich der "Bruchstelle", in der hochsommerliche Hitze nach Süden abgedrängt wird. Auf der Ostseite des nordatlantischen Hochs strömt in den kommenden Tagen mit einer Winddrehung auf Nordwest kühlere Luft zu uns. Im Übergangsbereich zum weiterhin unbeständigen Wetter über Osteuropa bleibt es bei uns allerdings eher freundlich. Der Gesamtcharakter ist am ehesten mit heiter bis wolkig bei angenehmen Tagestemperaturen um die 20°C beschrieben, also ideales Wanderwetter. Aus touristischer Sicht angenehm (wenn auch kein klassisches Schwimmbadwetter), aus landwirtschaftlicher Sicht fehlt das Wasser. Kurze Schauer mit Mengen von 1-10 mm gleichen die Tagesverdunstung aus, durchfeuchten aber nicht die Wurzeltiefen der Pflanzen. Ein durchfeuchtender Regen ist weiterhin nicht in Sicht. Nur ein einziger Lauf (das Ensemble des GFS besteht aus 30 Läufen) zeigt für die Zeit bis kommenden Freitag Regenmengen über 10 mm.