27. JanuarWie erwartet sickerte heute mildere Luft ins südliche Niedersachsen ein, die sich am Boden mit leichtem Tauwetter bemerkbar machte. Am Nachmittag dünnte sich die hochnebelartige Bewölkung soweit aus, dass für ein paar Minuten die Schwellenwerte für die Registrierung von Sonnenschein überschritten wurden.Sonnenschein wird auch in den kommenden Tagen eher die Ausnahme sein. Insgesamt erweist sich die Großwetterlage als erstaunlich konstant und lässt eine gute Vorhersage für viele Teile Europas zu: So bleibt es in Skandinavien, dem Baltikum, Polen und Belarus ausgesprochen winterlich, auf der Iberischen Halbinsel, Frankreich und den Britischen Inseln mild. Nur für die Mitte Deutschlands ist eine zuverlässige Detailprognose kaum möglich, da wir im Gerangel zwischen den Luftmassen von kleinen Details in der Wetterdynamik abhängig sind. Momentan zeigen die Läufe des GFS ab Donnerstag wieder 850 hPa-Werte von -5°C, was zu leichtem Dauerfrost im Oberen Leinetal führen wird. Für die Nacht zum Mittwoch erwarten die Modelle leichten, aber mehrere Stunden anhaltenden Niederschlag, der als Regen oder Schnee fallen kann und in jedem Fall zu schmierigen Verhältnissen führen dürfte. 26. JanuarHeute Morgen lag das kleinräumige Mittelmeertief mit seinem Zentrum über Norddeutschland. An der Westflanke blieb der Zustrom von Meereskaltluft bestehen und in einem breiten Streifen von der Nordsee bis nach Südfranken schneite es bei frostigen Temperaturen. Auf der Ostflanke gelangte hingegen milde Luft über Polen bis in den Osten Deutschlands und schob sich über die bodennahe Kaltluftschicht; ideale Bedingungen für Eisregen.Über Göttingen bewahrheiteten sich eher die Läufe mit den höchsten prognostizierten Schneemengen von 7-8 cm. Von Südhessen bis zur Donau fielen etwa 15 cm Neuschnee. Die Grenzwetterlage macht Prognosen derzeit schwierig. Beispielsweise zeigten am Sonntag die Läufe des GFS für das kommende Wochenende den Vorstoß arktischer Luftmassen bis nach Südniedersachsen und Nachttemperaturen bis -15°C. Der morgendliche Lauf am Montag lässt die Vordergrenze der Höhenkaltluft nur bis zur Ost- und Nordseeküste vorankommen. Über Göttingen sollen dann 850 hPa-Werte von 0°C ankommen, was zu Tauwetter in allen Lagen von Solling und Harz führen würde. Genaueres wird sich im Laufe der Woche zeigen.
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